Geschichte - Schützenverein

Schützenverein


Der Schützenverein 1741 bis 1847

Vom ersten Stecklenberger Schützenverein sind nur wenige Nachrichten übermittelt. Er wurde 1741 gegründet. Zuletzt wurde ein Schützenfest im Jahre 1847 an dem zwischen Neinstedt und Stecklenberg gelegenen Klötzeberge gefeiert. Da bei dieser Gelegenheit der als Scheibenzeiger fungierende Schneidermeister Hohmann aus Stecklenberg infolge eigener Unvorsichtigkeit erschossen wurde, wurde die Abhaltung des Festes auf längere Jahre seitens der Behörde verboten. 1902 zur Wiedergründung war noch die alte Vereinsfahne vorhanden. 1928 konnte sich noch ein alter Neinstedter an das Verbot des Vereins auf 50 Jahre erinnern.


Der Schützenverein 1902 bis 1945

Um den Fremdenverkehr in Stecklenberg weiter zu steigern, bemühte sich der Besitzer des Hotels "Zum Waldfrieden" Otto Stolze in Stecklenberg wieder Freischießen also Schützenfeste zu veranstalten. Ebenso bemühte sich Maurermeister Heinrich Homeyer. Otto Stolze aus Thale war seit dem 1. Mai 1900 Inhaber des "Waldfriedens". Die Neugründung des Schützenvereins erfolgte vor dem Himmelfahrtstag am 8. Mai 1902 im Hotel "Zum Waldfrieden", das seit dem das Vereinslokal war. 1902 fand auch das erste richtige Schützenfest statt, bei der Otto Stolze König wurde. Geschossen wurde seit dem im ehemaligen Garten des "Waldfrieden" auf dem Gelände des jetzigen Freibads in Richtung Hang. Am Hang war ein Graben für den Scheibenzeiger. Die Schützenfeste wurden von nun an zu den größten Festen in Stecklenberg. Der Festplatz der Schützenfeste war bis 1939 immer im Garten des "Waldfriedens".
Die Veranstaltungen zu Schützenfesten fanden in allen Gaststätten statt.

In der Regel begann das Fest am Sonnabend-Abend mit einem Zapfenstreich oder Kommers. Am Sonntag war das Schießen, Rummel auf dem Festplatz, Bewirtung in den Gaststätten sowie Umzug zum Abholen der letztjährigen Könige. Abends war Tanz in den Gaststätten. Am Montag wurde das Fest fortgesetzt, die Könige proklamiert und mit einem Umzug nach Hause gebracht. Die Festumzüge der Schützen endeten stets auf dem Festplatz. Am Dienstag nagelte man die neuen Königsscheiben an. Am darauffolgenden Sonntag wurde zum Abschießen oder Hirschschießen nochmals gefeiert. 1903 am 17. Mai erfolgte die Weihe der neuen, von den Stecklenberger Jungfrauen gestickten Vereinsfahne unter zahlreicher auswärtiger Beteiligung. Die Fahne wurde zur Wiedergründung 1992 von Karl Heiz Götze dem Verein übergeben. 1904 stiftete der Herr Tiedemann aus Berlin eine silberne Kette für den König. Diese wurde 1997 von Familie Rinsland/ Boenke dem Verein überreicht und ist heute Bestandteil der Königskette. Langjähriger Schützenhauptmann war von 1914 bis 1945 Wilhelm Sterz, bis 1934 auch Vorsitzender des Vereins. Er ritt zu den Schützenfesten auf einem Pferd dem Umzug voran, den Schützensäbel umgeschnallt. Der Säbel wurde dem jetzigen Schützenverein 1997 von Wilfried Stertz, dem Sohn des Schützenhauptmanns Wilhelm Sterz, gestiftet. 1939 fand für 53 Jahre das letzte Schützenfest statt. Ab 1939 bis 1945 kam das Vereinsleben mehr und mehr zum Erliegen. Es fanden keine Schützenfeste mehr statt. Nach 1945 wurden die Schützenvereine und die anderen Traditionsvereine, wie der Harzklub verboten. Bis 1990 durften von den alten Vereinen nur noch der Männerchor und die Feuerwehr tätig sein.

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