Geschichte - KKS und KLV

Kleinkaliberschießklubs und KLV


Der Krieger- und Landwehrverein 1848 bis 1945

Der Krieger- und Landwehrverein wurde am 8. Oktober 1848 gegründet. Die Tracht der Mitglieder bestand in Erinnerung an die Freiheitskämpfer aus einem schwarzen Rock und Hut. 1884 gründete sich eine eigene Kameradschaft des Krieger- und Landwehrvereins für Stecklenberg. Dieser löste sich im ersten Weltkrieg praktisch auf, da fast alle Mitglieder eingezogen wurden. 1926 erfolgte die Neugründung des Krieger- und Landwehrvereins. Die Zeitung berichtete: "Vergangenen Sonnabend scharten sich zahlreich die Kameraden im "Grünen Wald" um die seit langen verwaiste Fahne. 30 Personen traten dem Verein sofort bei. 1. Vorsitzender Herr Förster Kühnast (aus Friedrichsbrunn), 2. Vorsitzender Herr Baron von dem Bussche-Streithorst, Schriftführer Herr Rechnungsrat Geyer, Kassierer Herr Goldammer, Ehrenmitglied Veteran Meier ist über 70 Jahre und Teilnehmer am Feldzug 1870/71." Die Wiedergründung erfolgte im Februar, die offizielle Gründungsfeier mit starker auswärtiger Beteiligung erst am 25. April 1926.

Fahnenweihe 1924 Am Kyffhäuser 1927

Der Krieger- und Landwehrverein schoss im Hotel "Zum Grünen Wald" Kleinkaliber und gründete am 29. Oktober 1932 den Kleinkaliberschießklub "Tell".
1938 gehört der Verein zum NS Deutscher Reichskriegerbund. Man begeht den 90. Gründungstag. Beitritt für Gediente wird Pflicht. 1945 werden der Verein und die anderen NS Organisationen verboten.


Der Kleinkaliberschießklub "Freischütz" 1931 bis 1945

Am 27. Juni 1931 erfolgte die Gründung des Kleinkaliberschießklub "Freischütz" durch den Schützenverein, da dieser nur Großkaliber schießen wollte. 31 Mitglieder erklärten sich zum Eintritt bereit.Für das Luftgewehr war früher auch Kaliber 6 mm üblich. Eine solche alte Waffe war 1970 noch im "Waldfrieden" vorhanden. Der Kleinkaliberschießklub "Freischütz" hat die stattliche Mitgliederzahl von 46 erreicht. Übungsschießen waren regelmäßig Donnerstagabend. Das Üben lohnt sich.1934 wird der Einwohner Bruno Rinsland aus dem Kleinkaliberschießklub "Freischütz" in Halberstadt neuer Bezirksmeister im Kleinkaliberschießen. Der Verein veranstaltete mehrere Preisschießen und nahm an verschiedenen Preisschießen im Orte und auswärts teil. 1945 wird der Verein verboten.


Der Kleinkaliberschießklub "Harzschütz"

Im Juli 1931 gründeten Mitglieder des Schützenvereins im Hotel "Zum Wurmtal" (jetzt Kulturraum) den Kleinkaliberschießklub "Harzschütz". Eine Woche vorher war von anderen Mitgliedern im "Waldfrieden" der Kleinkaliberschießklub "Freischütz" gegründet worden.Noch im August wurde ein KK-Schießstand gebaut. Die Einweihung war am 23.8.1931. Das Schießhaus befand sich am Hotel "Zum Wurmtal" unterhalb des Küchenberghanges. Zwei 50 Meter Bahnen gingen schräg in den Hang. Es wurde etwa 1991 abgerissen.1933 wurde auch dieser Verein gleichgeschaltet. Im Mai fanden Wettkämpfe aller Schützenvereine statt, bei der der "Harzschütz" den zweiten Platz errang. Nach 1936 fehlen Nachrichten über den Verein. Im Kriege ist er nicht mehr im Vereinsregister in Quedlinburg erschienen.

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