Die Geschichte des Harzklub Zweigvereins Stecklenberg

Der Harzklub wurde 1886 in Quedlinburg als Heimat- und Wanderbund gegründet. Schwerpunkt der ersten Jahre war die touristische Erschließung des Harzes, später kam als wesentlicher Bestandteil das eigene Wandern der Mitglieder hinzu.

Chronologische Geschichte

1887 Die erste nachweisbare Mitgliederzahl für den Zweigverein Stecklenberg beläuft sich auf
13 Mitglieder. Da kein älterer Nachweis vorliegt, wird das Jahr 1887 als Gründungsjahr angesehen.

1894 Der Zweigverein richtete seine Tätigkeit im Besonderen auf die Ausbesserung der Wege. Außerdem wurde ein etwa 1 km langer Weg vom Wurmtal aus über den Küchenberg gebaut, der in den Fußweg nach Thale mündet.

1900 Hinweis darauf, dass Stecklenberg gemeinsam mit Friedrichsbrunn, Quedlinburg, Suderode, Neinstedt und Thale zum 6. Bezirk des Harzklubs gehörte.

1904 Der Lauenburgturm wird vom Harzklub-Zweigverein Stecklenberg wieder besteigbar gemacht. Schadhafte Bohlen wurden entfernt und neue eingesetzt. Ferner wurde das ganze Holzwerk eingehend geprüft und verschiedene Schäden abgeholfen, so dass wieder die vielen Besucher die herrliche Aussicht genießen konnten, ohne ihr Leben zu riskieren.
Die Mitgliederzahl ist auf ca. 40 angewachsen. Schadhafte Wege wurden zweckmäßig ausgebessert, neue Ruheplätze, wie die romanische Teufelsküche im oberen Wurmtal geschaffen. Prospekte wurden gedruckt. Auf Antrag wurde ein Briefbote hier ständig stationiert. Der Quedlinburger Zweigverein überließ eine Summe Geldes zur Ausführung von Reparaturen am Holzgerüst der Lauenburg und zur Herstellung ca. 30 neuer Schilder angebracht. Stecklenberg erlebt eine Hochflut des Fremdenverkehrs.

1906 Da von vielen Seiten Klage geführt worden ist über den schlechten Zustand, in dem sich der Weg nach der Georgshöhe befindet, so sind vom hiesigen Harzklub Schritte getan, an dem Weg, dem sogenannten Bergmannsstieg, Verbesserungen vorzunehmen. Da eine Anschüttung nicht lange liegen bleiben würde, und der Weg wegen seiner Steilheit bald wieder ausgewaschen sein würde, plant man eine Verlegung des Weges. Nach dem der Vorstand zu diesem Zwecke eine Lokalbesichtigung vorgenommen hat, hat man sich an die Forstbehörde mit der Bitte gewandt, zu der geplanten Verlegung die Erlaubnis zu erteilen und einen Kostenanschlag zu stellen. Wenn eine Einigung mit der genannten Behörde erzielt wird, wird der Weg schon im Frühjahr gebaut werden. Zu den Kosten verspricht man sich einen Zuschuss vom Harzklub-Zweigverein Quedlinburg.

1907 Harzklub. Seine letzte Versammlung hielt der hiesige Harzklub-Zweigverein im Gasthof "Zum Wurmtal" ab. Als wichtigster Punkt stand die Rechnungslegung auf der Tagesordnung. Die Rechnung wurde in Einnahme und Ausgabe geprüft und für richtig befunden. Zur Instandsetzung schadhafter Wege in der Nähe des Ortes wurde eine namhafte Summe bewilligt.
Bei dem allmählichen Zerfall der Burgruine Lauenburg setzen sich die Besucher der Gefahr aus, durch herabstürzende Steinmassen Schaden zu nehmen. Auf Anregung des Harzaltertumsvereins und des Harzklubs wurden vor 2 Jahren ca. 1000 Mark verausgabt zur Feststellung des früheren Grundrisses. Abermals für diesen Sommer ist eine namhafte Summe bereitgestellt worden, um auf der kleinen Lauenburg diese Ausgrabungen fortzusetzen. Zur Erhaltung des früheren Bergfrieds auf der großen Lauenburg stehen jetzt 2200 Mark zur Verfügung. Der schadhafte Treppeninnenbau soll durch einen neuen ersetzt werden. Zu diesen Kosten wird der Harzklub-Zweigverein Quedlinburg bis zu 600 Mark bereitstellen. Das neue Gerüst soll auch eine wesentliche Erhöhung erfahren, um dadurch ein größeres Blickfeld nach Osten und Süden zu gewinnen.
Die Arbeiten sind einem Maurermeister in Quedlinburg übertragen. Gleichzeitig wird die Ruine einen neuen Treppeneinbau erhalten, dessen Kosten vom Harzklub getragen werden. Seit einigen Tagen sind auch die Arbeiten zur Freilegung der Grund- und Umfassungsmauern der sogenannten großen Lauenburg, mit denen bereits vor zwei Jahren begonnen worden ist, wieder aufgenommen. Dem Publikum ist der Zutritt zu den Ruinen wegen der damit verbundenen Lebensgefahr nicht gestattet und sind die Zugänge dieserhalb gesperrt worden.
Der Verein besteht aus 45 Mitgliedern. Zum 1. Vorsitzenden wurde der Herr Ortsvorsteher Becker gewählt. Sein Stellvertreter ist Herr Becker junior. Das Amt des Kassierers und Schriftführers ist Herrn Wilhelm Steinicke übertragen worden. Neu gewählt zu Beisitzen sind die Herren Ungefroren und Stolze.

1908 Der Zweigverein Stecklenberg hielt 4 Versammlungen ab,. In der letzten legte Herr August Becker sein Amt als 1. Vorsitzender nieder, worauf Herr Alexander Becker an dessen Stelle gewählt wurde. Der Verein zählt 43 Mitglieder. Stellvertreter wurde Herr Friedrich Baars. 1. Schriftführer und Schatzmeister Wilhelm Steinecke. 2, Schriftführer Heinrich Kühne. Es wurden 4 neue Bänke angeschafft und verschiedene, in schlechtem Zustand befindliche Wege ausgebessert. Nach Suderode zu wurde eine neue Strecke Weges angelegt. Die Wege zur Stecklenburg und Lauenburg wurden so erneuert, dass sie jetzt in einem guten Zustand sind. Vom Zweigverein Magdeburg wurde eine Beihilfe von 50 Mark gespendet.

1909 Herr Fritz Baars wurde 1. Vorsitzender, Adolf Heidecke Stellvertreter und Herr W. Steinicke zum Schriftführer gewählt.. Es wurden 23 neue Schilder angebracht. 41 Mitglieder sind im Verein.
Mit Bedauern nahm man davon Kenntnis, dass die Bänke, die der Verein seit langen Jahren auf dem Tannenkopf aufgestellt hat, von den zuständigen Forstbeamten der Bussche-Streithorst'schen Forstverwaltung entfernt worden sind, und dem Orte dadurch ein schöner Aussichtspunkt verloren gegangen ist.

1911 Es wurde beschlossen, sämtliche Ruhebänke anzustreichen. Wegen Gefährdung soll neben der Wurmtalstraße ein neuer Wanderweg angelegt werden.

1912 Zwei neue Wege für Spaziergänger, die den eigenen Reiz des Wurmtales genießen wollen, werden in nächster Zeit angelegt. Einer führt am Bach entlang, der andere wird nach erfolgter Sprengung von Felsblöcken durch Pioniere an den sogenannten Sommerklippen über die Wiese ins Tal gehen. Zu dem erst genannten, den der Harzklub-Zweigverein Stecklenberg baut, wird der Quedlinburger Verein 100 RM zur Unterstützung beitragen.

1918-25 In dieser Zeit ruhte die Vereinsarbeit nahezu völlig. Erst 1925 besann man sich seiner wieder. Es fand eine Vollversammlung mit den Mitgliedern statt, zu der auch der 1. Vorsitzende des Harzklubs, Herr Stadtrat von Frankenberg, zugegen war.

1925 1. Vorsitzender Fritz Grosse, Gastwirt, Schriftführer und Schatzmeister W. Steinecke, Beisitzer Martin Zschäbitz und Wilhelm Ziesing.
Vom Harzklub Bad Suderode wurden die Sicherungsarbeiten an der Ruine Lauenburg abgeschlossen. Sie geben dem Ganzen ein sehr schönes und gutes Aussehen, ohne das Landschaftsbild zu stören.

1926 Auf einer Gemeindevertretersitzung am 26. 10. wurde der Antrag des Harzklubs, den Wurmbach in der Schulstraße zu überbrücken, zurückgestellt.

1927 Die Talsperrenfrage und der Harzklub. Zu Beginn des Jahrhunderts wurden bereits die Fähnchen für eine Talsperre an der Prinzensicht im Bodetal gesteckt. Der Harzklub protestiert gegen Talsperren im Bodetal.
Die Hauptversammlung des Harzklubzweigvereins Stecklenberg (Ostharz) fand in Kaffee Otto Grosse statt. Es wurden gewählt: 1. Vorsitzender Herr W. Steinecke, Schriftführer und Kasierer Herr Pensionshausbesitzer W. Grempler, Beisitzer Herr Kaufmann Ziesing und Herr Zschäbitz. Es wurde beschlossen, das sämtliche Wegeschilder nachgesehen und fehlende durch neue ersetzt werden, ferner sollen die Fußwege am Küchenberg und zur Kanzel gründlich ausgebessert und alle Wege gefegt und aller Unrat aus Wald und Wagen entfernt werden. Die Brücke im Wurmtal wird ein neues Geländer erhalten. Ferner sind neue Abzeichen, silberne Tanne auf grünem Feld für die Mitglieder beschafft worden.

1928 Am 14. März fand abends im Gasthof "Zum Grünen Wald" die diesjährige Hauptversammlung des Harzklub-Zweigvereins Stecklenberg statt. Wahlvorsitzender Kaufmann W. Ziesing, Schriftführer und Kassierer Pensionshausbesitzer Walter Grempler, Beisitzer Robert Sommer und Schneidermeister Fritz Richart auf 2 Jahre. Der Fußweg am Bache oberhalb im Wurmtal soll ausgebessert und vorstehende Steine abgeschlagen werden. Am Wege im Küchenberg, wo eine herrliche Aussicht über Stecklenberg ist, soll eine feste stabile Bank aus Eichenholz in die Erde gerammt werden. Im Sommer sind ein gemeinsamer Spaziergang und Abends Ball vorgesehen.

1930 Der zwischen Stecklenberg und Bad Suderode angelegte Autoschutzweg wurde beschildert. Der Autoschutzweg wurde in enger Zusammenarbeit von Harzklub und Gemeindeverwaltung angelegt.
Er wird am christlichen Erholungsheim beginnen und an der Elfenwiese endigen. -Enge Zusammenarbeit von Harzklub und Kurverwaltung. Die Kurverwaltung hat dem Harzklub für Wegeausbesserungsarbeiten und für Wegeschilder 80,- Mark zur Verfügung gestellt.
Es sollen wieder Wanderungen stattfinden, und zwar Mitgliederwanderungen und solche Wanderungen, die gemeinsam mit Kurgästen unternommen werden. Die erste Wanderung soll am 25. Mai stattfinden. An dieser nehmen nur die Harzklubmitglieder teil. Bei dieser Gelegenheit sollen die Wanderwege des Harzklubs abgeschritten werden.
In Anbetracht der schwierigen Wirtschaftsverhältnisse tritt eine Senkung der Beiträge von 3,- RM auf 2,75 RM ein.
Der Harzklub diskutiert das Projekt einer Bodetalschwebebahn, die Mehrheit ist für die Schwebebahn.

1932 Der Harzklub-Zweigverein unternimmt einen Ausflug, an dem sich diesmal nur die Mitglieder beteiligen. Es sollen bei dieser Wanderung alle diejenigen Wege in der Umgebung Stecklenbergs abgeschritten werden, die vom Harzklub geschaffen worden sind. Leider musste festgestellt werden, dass wieder einige Brücken mutwillig zerstört worden sind. Es wurde der Beschluss gefasst, die Brücken wieder in Ordnung zu bringen. Der Harzklub empfiehlt, alle Bänke und Brücken dem Schutze der Allgemeinheit zu empfehlen. Weitere Ausflüge der Mitglieder und solche mit Sommerfremden, bei denen die Mitglieder hauptsächlich als Führer dienen sollen, werden von Fall zu Fall bekannt gegeben.
Der Verein hat 36 Mitglieder. Der Jahresbeitrag beträgt 3,? RM. 1. Vorsitzender ist W. Steinecke, Schriftführer Walter Grempler.
Der Harzklub ist nach wie vor gegen eine Schwebebahn zwischen Roßtrappe und Hexentanzplatz.

1935 Die Lauenburg wechselte vom Bad Suderöder in das Stecklenberger Betreuungsgebiet. Im Jahresbericht der Gemeinde wurde erläutert, dass von Harzklubseite der immer mehr drohende Verfall des Lauenburgturmes und seines Zuganges mit Besorgnis betrachtet wird. Solange die Lauenburg zum Zweigverein Bad Suderode gehörte, wurde ständig etwas renoviert. Jetzt kümmert sich niemand mehr darum, da die Kosten und Mühen nicht unbeträchtlich sind. Es darf auch nicht sein, dass diese Erinnerungsstätte, für deren Erhalt die Stadt Quedlinburg einst alljährlich Rücklagen in ihrem Forstetat machte, sang? und klanglos der Vernichtung anheim fällt. Die Stecklenburg ist seit längerer Zeit für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

1936 Jahreshauptversammlung Vorsitz Hotelbesitzer John. Am So 22.März Werbeabend im Hotel zum Wurmtal.
Schatzmeister Pensionsbesitzer Grempler, Bestand 70 RM. Eine Fülle von Bänken erneuert und weiß gestrichen, kleine Ausbesserungen an der Lauenburg, 4 Bänke auf dem Küchenberg, der Lauenburg und den Geroldsklippen aufgestellt, Promenadenweg zwischen Bach und Straße im Wurmtal soll ausgebessert werden, bequemer Zugang zum Fehmgericht mit Teufelstaufstein, Kurverwaltung bezuschußt mit 80 RM.
Als sehr bedauerlich wurde das Eingehen der Wirtschaften auf der Lauenburg und der Georgshöhe bezeichnet.
Der Aufgang zum Lauenburgsturm ist im Verlaufe dieses Jahres durch starken Besuch erheblich beschädigt worden. Reparaturen sind dringend notwendig. Hilfskräfte vom örtlichen Vorstand des Harzklubzweigvereins haben sich dieser Aufgabe unterzogen. Es wäre wünschenswert, wenn die Aufgaben des Harzklubs, die im Rahmen der Entwicklung Stecklenbergs als Luftkurort liegen, stärker von den Einwohnern unterstützt werden würden.

1937 Unser Harzklubzweigverein, der unter der Leitung von Lehrer Scharruhn steht, hat erfolgreich neue Mitglieder geworben. Stecklenberg besitzt keinen Verkehrsverein, daher ist der Harzklub besonders wichtig. Er verdient die unbedingte Unterstützung jedes Einheimischen. Allein die Erhaltung der Lauenburg mit ihrem Aussichtsturm, die zu den Aufgaben des hiesigen Vereins gehört, erfordert beträchtliche Mittel, immer wieder sind Ausbesserungen erforderlich. Die Pflege der Wanderwege und Aufstellung von Bänken gehören weiterhin zum Aufgabenbereich. Wer Stecklenberg lieb hat und fördern will, unterstützt auch die Arbeit des Harzklubzweigvereins.

1938 Der Lauenburgturm wird ausgebessert, durch Stecklenberg geht der Hauptwanderweg Nr. 10, neue Schilder werden angebracht, Weg nach Suderode über die Elfenwiese gehört zum Harzklub Suderode, nachdem die Georgshöhe, die 100 Jahre Gast- und Ruhestätte war, nicht mehr dem Publikum zugänglich ist, steigt die Bedeutung der Lauenburghäuser.

1940 Auftritt der Thaler Brauchtumsgruppe in Stecklenberg.
Im Februar fand die Jahreshauptversammlung statt. Laut Kassenbericht gab es einen Überschuss von 29,30 Mark. Es wurden Wegeschilder angebracht und Ruhebänke aufgestellt, Wanderwege saniert, Pacht für Wege und Bankplätze an den Forstfiskus bezahlt. 29 Mitglieder wurden gezählt.

1942 Im Februar war noch einmal eine Versammlung

Nach dem 2. Weltkrieg ruhte die Arbeit der gesamten Harzklub?Zweigvereine im Ostharz.
Die Mitglieder, die wollten, wurden in den Kulturbund der DDR übernommen, der Brauchtum und Wanderwege pflegte. In Stecklenberg gründete sich in den 50ger Jahren eine Brauchtumsgruppe und in den 70ger Jahren eine Naturschutzgruppe. Aus dieser gingen die ersten Mitglieder des Harzklub-Zweigvereins Stecklenberg 1990 nach der Wende hervor.

1989 nach Öffnung der Grenzen fuhren Bernd Ohlendorf, Werner Masny und Georg Baars im Dezember unangemeldet nach Wolfshagen im Westharz, das auf der Landkarte gleichgroß wie Stecklenberg schien, um über eine Wiedergründung in Stecklenberg mit dem damaligen Harzklugzweigvereinsvorsitzenden Wolfgang Fricke zu beraten. Seit dem existiert eine enge Freundschaft zwischen den beiden Vereinen. Auch die Feuerwehren und die Schützenvereine der Orte haben eine enge Freundschaft darauf aufgebaut.

1990 Am 4. Januar wurde der Verein neu gegründet und im Vereinsregister eingetragen. Eine neue Satzung wurde beschlossen. Mit dem Harzklub? Zweigverein Wolfshagen wurde eine Partnerschaftsvereinbarung geschlossen.
Die Mitgliederzahl überschritt in diesem Jahr die 50, um in den Folgejahren auf etwa 30-40 zurückzugehen.
1. Vorsitzender ist seit dem Werner Masny und 2. Vorsitzender Georg Baars, die bis heute (2003) jährlich wieder gewählt wurden.
Der Zweigverein kämpfte gegen die Verschandelung des Lauenburggeländes durch ein Ferienheimneubau mit Industrieschornstein.
Der Zweigverein nahm an der Kommunalwahl am 5. Mai teil. Von 14 Mandaten konnten 6 Mandate für den Harzklub Stecklenberg errungen werden. Es sollte, entsprechend unserer Satzung, Einfluss auf die Entwicklung Stecklenbergs und seiner Umgebung genommen werden.
Eine beantragte AB?Maßnahme des Harzklubs zur Erhaltung der Ruinen Stecklenberg und Lauenburg wurde vom Bürgermeister und seinem Stellvertreter nicht befürwortet und deshalb nicht genehmigt.
Der Zweigverein entwickelte bis heute umfangreiche Aktivitäten um Stecklenberg. Wege wurden saniert, Schilder angebracht, Schautafeln aufgestellt. Leider erhält der Verein im Gegensatz zu früher kaum Unterstützung durch die Gemeinde.
Es wurde ein Teich am "Alten Turnplatz" angelegt, der aber durch ein Hochwasser zerstört wurde, und Arbeiten im Bereich Calziumquelle durchgeführt. Die zu DDR Zeiten entfernte Inschrift an der Calzium?Quelle wurde wiederhergestellt, " in unserem geeinten Vaterland" steht jetzt wieder auf der Einfassung.

1991 auf Vorschlag des Harzklubs wird jährlich eine Walpurgisfeier am Turnplatz durch die Vereine durchgeführt. Der Harzklub verkauft zu diesem Ortsfest Gegrilltes und Getränke.
Überzogene Pläne der Gemeinde für ein Hallenwellenschwimmbad und Millionenbeträge für den Kurpark werden kritisiert.

1994 Beantragung von Fördermitteln für das Anlegen eines Naturlehrweges und für den Erhalt der Burgruinen. Da wir nicht Eigentümer der Burgruinen sind, wurden die Fördermittel nicht genehmigt.
Der Harzklub organisiert zusammen mit dem Schützenverein das erste große Osterfeuer in der Nähe des Tannenkopfes. Seit 1996 organisiert das die Gemeinde.

1995 Durch die Teilnahme an einer Protestdemonstration bekundeten wir unseren Protest gegen das Anlegen eines Steinbruches im Bereich der "Pauls?Wiesen bei Friedrichsbrunn.

1996 Die vorhandene Wanderwegebeschilderung wurde teilweise erneuert bzw. neu angebracht. Es wurden 4 Informationstafeln aufgestellt, mit Wanderkarten und Erläuterungen zur Geschichte der Lauenburg und der Stecklenburg.

1997 mit vielen Gästen wird der 110 Jahrestag der Gründung begangen. Der Zweigverein sponserte für das neue Schützenhaus einen Teil des Fußbodenbelags.

1998 wurde der Zweigverein mit der Eichendorfplakette ausgezeichnet.
An der Kirche wurde ein Wanderwegweiser mit Schautafeln aufgestellt.

1999 überquerten Mitglieder des Vereins den Harz zu Fuß von Stecklenberg bis Stolberg.

2000 beteiligte sich der Harzklubzweigverein an der Beschilderung der "Wege Deutscher Kaiser und Könige" im Bereich Stecklenberg.

2001 Der Harzklub beteiligt sich an einer europäischer Großwanderung. Eine Stafettenwanderung bis Straßburg wurde im Stecklenberger Gebiet weitergetragen.


Veranstaltungen

Die Erholung durch Wandern hat heute einen höheren Stellenwert im Harzklub als früher und die andere Mobilität führt dazu, dass unser Zweigverein auch Mehrtagesfahrten in entfernte Regionen durchführt.
Seit 1990 wurden eine Vielzahl von Wanderungen in der Umgebung von Stecklenberg und im ganzen Harz durchgeführt. Wanderungen werden durch uns nur für den eigenen Verein oder "offen" für alle Interessierten durchgeführt. Offene Wanderungen werden von allen Zweigvereinen angeboten.
Die Wanderfreunde aus Wolfshagen nahmen regelmäßig an unseren und wir an ihren Wanderungen teil.
Mitglieder waren bei den Deutschen Wandertagen sowie den jährlichen Sternwanderungen dabei.

Tagesfahrten führten uns in den Wörlitzer Park und zum Bergwerk Wettelrode.
Burgen und Schlösser waren ebenfalls unsere Ziele: Schloß Mansfeld, Burg Querfurt, die Hyusburg, die Konradsburg, Burg Arnstein, die Burgen Anhalt und die Heinrichsburg, die Kaiserpfalz Tilleda und viele andere haben wir besichtigt.

Mehrtagesfahrten führten uns
1991 in die Lüneburger Heide,
1992 nach Stolberg,
1993 nach Bad Kösen,
1994 in die Sächsische Schweiz,
1995 nach Schierke
1996 in die Oberlausitz ins Zittauer Gebirge.
2000 Frauenwald im Thüringer Wald
2001 Claustal-Zellerfeld, Oberharzer Bergbau und Wasserregal
2002 Zittauer Gebirge

Die Jahresabschlusswanderungen werden jährlich vor Weihnachten durchgeführt. Im Zielgasthof wird gemütlich der Jahresabschluss gefeiert. Die Wanderungen führten uns nach Friedrichsbrunn, zum Stubenberg nach Gernrode, zur Bückemühle in Bad Suderode, ins Bodetal zur Königsruhe und oft zur Laube nach Neinstedt.
Durch die günstige Altersstruktur der Mitgliederfamilien konnte der Verein oft eine große Zahl von Kindern zu Wanderungen und Fahrten mitnehmen.

Ein besonderer Höhepunkt im Jahr ist die Feier zur Mittsommernacht am ersten Samstag nach dem 20. Juni, die am Turnplatz im Wald durchgeführt wird. Obwohl meist nur Mitglieder und deren Freunde teilnehmen, steht diese Feier jedem offen.

Jeden letzten Freitag im Monat treffen sich die Mitglieder zum Vereinsabend in der Vereinsgaststätte, um bei einem Abendessen über weitere Pläne zu beraten oder ganz einfach der Gemütlichkeit zu frönen. In der Vergangenheit war das Kaffe Hentschel, Haus Krause, die Schlossgaststätte und schließlich seit vielen Jahren bis heute die Gaststätte Zur Laube in Neinstedt. Bei ausgezeichnetem Essen und familiärer Bedienung haben uns Monika und Gottfried Arndt viele angenehme Stunden bereitet.


Veröffentlichungen

Aber nicht nur Wanderungen und Arbeitseinsätze stehen auf dem Programm. Dieter Steffen und Georg Baars beschäftigen sich mit der Heimatgeschichte. Die Ergebnisse sehen wir an den vorliegenden Broschüren über Stecklenberg, seine Burgen und die Umgebung:
- Georg Baars, Geographische und historische Bezeichnungen in und um Stecklenberg, Steckl. 1992
- Dieter Steffen, Stecklenberger Sagen
- Dr. Gottfried Richter, Stecklenberg - ein geschichtlicher Rückblick, 1936, Reprint des Harzklubs von 1997
- Hermann Wäscher, Die Baugeschichte der Burgen Stecklenberg und Lauenburg, Halle 1956, Reprint des Harzklubs von 1997


Aktuelle Wander- und Arbeitspläne,
Auskünfte, Broschüren, Beitrittserklärungen etc.
können jederzeit beim Vorstand angefordert werden.

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